Charakterdaten:
Name: Sigmar von Reichenfels
Rasse: Mensch
Klasse: spez. Krieger
System: DragonSys
Charakterhintergrund
Ich bin Sigmar von Reichenfels, Sohn des Karim von Reichenfels. Ich bin nun schon einige Zeit unterwegs, um meine Kampfkünste zu verfeinern und eventuell die Künste der Magie zu erlernen. Ich hoffe, dass ich durch meine Anstrengungen irgendwann in das Land meines Vaters zurückkehren und den verfluchten Nekromanten, der es eroberte, besiegen kann. Dann werde ich das Land wieder unter die Herrschaft derer stellen, die es seit sieben Generationen getan haben, derer von Reichenfels. Doch sollte ich nicht in der Zukunft denken, sondern euch erst mal die Vergangenheit erzählen:
Es ist erst ein Jahr her, dass ich noch in unserem Land
lebte und mich auf die erste wichtige Prüfung meines Lebens vorbereitete: dem
Ritterschlag. Ich habe seit meinem zehnten Lebensjahr auf diesen Tag
hingearbeitet. Ich kann nicht mehr sagen, wie viele Stunden ich mit unserem
Fechtmeister verbracht habe und wie oft ich die Lanze verfluchte, wenn ich
wieder durch ungeschickten Umgang mit ihr aus dem Sattel gehoben wurde. Doch nun
ist es soweit. Ich habe alle Prüfungen gemeistert und die Regeln der
Ritterlichkeit erlernt. Morgen soll der Tag sein, an dem ich durch meinen Vater
in den Stand des Ritters erhoben werde. Erst dann werde ich der rechtmäßige
Erbe der Mark Reichenfels sein. Nur noch diese Nacht gilt es zu durchstehen. Nur
noch eine Nacht und ich werde endlich die Früchte der harten Arbeit und der
vielen blauen Flecken ernten. Schon früh begann das Ritual der Reinigung,
welches sowohl den Körper als auch den Geist reinigen soll. Nach dem Bad in
geweihtem Wasser und der anschließenden Rasur des Körpers kleidete ich mich in
das rituelle Gewand, welches makellos weiß war und bis zum Boden reichte.
Dieses Gewand soll zeigen, daß der Träger reinen Herzens ist und bereit ist,
sich der Ritterbürde zu unterwerfen. Dann nahm ich mein letztes Mahl als
Gemeiner zu mir. Dieses Mahl symbolisiert die Verbindung des kommenden Ritters
mit seinem Land und seinem Herrn. Daher besteht es aus Brot vom ersten Korn, das
geerntet wurde, und Wasser aus der Quelle im heiligen Hain. Es ist die einzige
Mahlzeit des Tages und obwohl sie nur aus Wasser und Brot bestand, erfüllte sie
mich mit Kraft und dem Willen diesem Land zu dienen.
Nach dem Mahl verließ ich mein Zimmer und begab mich in
den großen Saal. Dort erwartete mich mein Vater und ein Paladin Chevals, dem
Gott des ritterlichen Kampfes und der Gerechtigkeit. Mein Vater war ein Mann von
durchschnittlicher Größe doch großen Kräften. Viele Schlachten an der
Grenzen der Mark haben seinen Körper gestählt und ihm auch im Alter einen
starken Schwertarm und ein sicheres Auge erhalten. Ich hoffe, dass ich ihm ein würdiger
Nachfolger sein werde und die Mark gegen alle Feinde verteidigen kann, wenn er
in die große Halle Chevals berufen wird. Wir beide wußten, daß er nur die
rituelle Frage stellen durfte, doch konnte ich in seinen Augen lesen, daß er
auf mich stolz war. Nachdem der Hofsprecher meinen Antrag auf den Ritterschlag
und die Zeugnisse meiner Lehrer verlesen hatte, fragte mich mein Vater mit
fester Stimme: „ Bist Du, Sigmar von Reichenfels, gewillt, diesen Tag in Gebet
und Meditation zu verbringen und deine Seele zu reinigen, um zu einem Ritters
von Reichenfels geschlagen zu werden?“
Ich gab darauf die vorgeschriebene Antwort: „ Ja. Ich
bin bereit, mein Schwertarm in den Dienst der Mark Reichenfels zu stellen und
mich immer an die Regeln der Ritterlichkeit zu halten!“
„ Dann folge mir!“ sprach der Paladin und führte mich
aus dem großen Saal. Wir verließen die heimatlichen Feste und er führte mich
in den nahegelegenen Wald. Nach kurzer Zeit betraten wir den heiligen Hain: Eine
kleine Lichtung, die von großen Eichen umgeben war. Das Licht an diesem
heiligem Ort war seltsam hell und alle Geräusche waren klarer als sonst. In der
Mitte stand eine Große Stele, aus deren Mitte ein Strahl von so sauberen Wasser
strömte, dass es so schien, als ob tausende kleine Sterne in ihm gefangen
waren. Doch es waren nur die Strahlen der Sonne, die von dem Wasser reflektiert
wurden. Der Paladin gebot mir, vor der Stele niederzuknien. Dann sagte er „
Dies ist der Ort, an dem alle Paladine und Ritter dieses Landes ihren Schwur zu
Cheval ablegten. Tue auch du dies. Nun werde ich dich verlassen, so dass du in
Ruhe und Frieden zu Cheval beten kannst.“.
Nach diesen Worten legte er ein Zeremonienschwert vor mir in das Gras,
drehte sich um und verließ den Hain. Nachdem er gegangen war, nahm ich das
Schwert auf, ließ die Klinge ein wenig in den Boden gleiten und hielt den Griff
des Schwertes mit beiden Händen. In dieser Haltung begann ich mein Gebet zu
Cheval.
Ich kann nicht sagen, wie lange ich dort kniete, doch als
ich wieder die Augen öffnete, wurde es schon dunkel. Ich wußte, dass das
Ritual vorschrieb, dass der Ritteranwärter bis Sonnenuntergang im Hain zu
verweilen hatte. Erst dann würde er von einem Paladin abgeholt. Ich wartete.
Als die letzten Strahlen der Sonne verschwunden waren erwartete ich jederzeit
das Erscheinen des Paladins, doch kam er nicht. Nach etwa zwanzig Atemzügen
entschloß ich mich aufzustehen, fiel aber hin, da meine Beine ganz steif waren
vom langen Knien. Jetzt wußte ich, warum der Anwärter abgeholt wurde: er mußte
beim Gehen gestützt werden! Nach geraumer Zeit konnte ich meine Beine wieder
bewegen, doch schmerzten sie bei jeder Bewegung. Da der Paladin immer noch nicht
erschienen war, nahm ich an, dass dies ein weiterer Test meines Willens sei und
machte mich auf den Weg zurück zur Feste. Schon mehrere hundert Meter bevor ich
den Wald verließ, konnte ich die Feuer erkennen, die man wohl zur Feier entzündet
hatte. Doch wie groß war mein Schreck, als ich sah, dass es sich nicht um
Freudenfeuer handelte, sonder dass die Festung lichterloh brannte. Die Flammen
mußten mehr als zwanzig Meter hoch sein. Panik packte mich und der einzige
Gedanke, den ich fassen konnte, war, zur Feste zu gelangen und zu sehen, ob sich
alle retten konnten. Während ich rannte, konnte ich allmählich erkennen, daß
eine große Menschenmenge um die Feste versammelt war. Ich konnte nur hoffen,
dass meine Familie unter ihnen war. Plötzlich zuckte ein weißer Flammenstrahl
von einem der Hügel, der die Feste umgaben, und schlug in die Mauern ein.
Abgelenkt durch dieses Ereignis übersah ich eine Wurzel und stolperte. Was war
das gewesen? Wir haben keinen Magier am Hof und warum sollte Gesor, der alte
Stadtmagier, die Feste in Brand stecken? Außerdem war Gesor ein Magier der Weißen
Kunst und Heiler. Irgendwas stimmte hier nicht! Statt aufzustehen und weiter zu
laufen, betrachtet ich die Menschenmasse unterhalb der Feste. Es waren viel zu
viele, in der ganzen Mark kann es nicht so viele Menschen geben. Es mußten
mehrere Hunderttausend gewesen sein. Außerdem sahen sie seltsam aus. Viele von
ihnen schienen extrem mager zu sein und andere wiederum hatten eine seltsam
schiefe Körperhaltung und bewegten sich sehr langsam. Eine Windbö blies mir
ins Gesicht und sie brachte nicht nur den Geruch des Feuers mit sich, sondern
auch den süßlich faulen Gestank der Verwesung. Plötzlich fügte sich alles zu
einem Bild zusammen:
Die `mageren` mußten lebende Skelette sein. Schon lange
tote Krieger, die durch Schwarze Magie zum Leben erweckt worden sind, und bei
den `langsamen` mußte es sich um Zombies handeln. Das bedeutete aber, dass der
Flammenstrahl von einem Necromanten, einem Untotengeneral, stammte.
Warum? Warum unser schönes Land? Warum heute? Tausend
Fragen hatte ich im Kopf und keine Antwort. Ich spürte, wie mir Tränen der Wut
in die Augen stiegen. Wut auf die Untoten, meine eigene Machtlosigkeit und Wut
auf mein zufälliges Überleben. Meine Hände krallten sich in das Gras, als ich
ein leises Röcheln in meiner Nähe vernahm. Ich packte das Zeremonienschwert
fester und machte mich darauf gefaßt, zu kämpfen. Es wäre zwar keine gute
Waffe gewesen, doch hätte ich bestimmt ein paar dieser Untoten endgültig töten
können. Doch es kam anders. Als ich auf die andere Seite des flachen Hügels spähte,
konnte ich einen der Mannen meines Vaters erkennen. Rasch lief ich zu ihm und
erkannte, dass ein Pfeil in seinem Rücken stak, der von einem seltsamen Schwarz
war. Als er mich sah versuchte er zuerst sein Schwert zu erreichen, welches
neben ihm lag. Doch dann erkannte er mich und der Hauch eines Lächelns zeigte
sich auf seinem Gesicht. Als ich ihn fragen wollte, was passiert war, unterbrach
er mich und sagte: „ Nein, junger Herr, schweigt und hört zu. Ich habe nicht
mehr viel Zeit. Ihr könnt mich nicht retten, der Pfeil muß vergiftet gewesen
sein. Sie kamen gegen Mittag im Schutze einer pechschwarzen Wolke. Kein
Lichtstrahl fiel auf die verfluchten Untoten, sonst wären sie alle zu Staub
zerfallen. ...“ er hustete fürchterlich und spukte einen roten Klumpen ins
Gras. Etwas heiserer fuhr er fort:“ Wir haben so tapfer wie nur möglich gekämpft,
doch es war vergebens. Jeder von uns der fiel stand wieder auf und kämpfte
gegen uns. Selbst die Paladine, die schwer unter diesen Kadavern wüteten,
fielen vor der schieren Übermacht. Euer Vater kämpfte tapfer, mußte aber
erkennen, dass die Feste verloren war. Er sandte mich aus um euch zu warnen,
aber... HUST HUST ... aber ich wurde von diesem Pfeil getroffen. Ich soll euch
sagen, dass ihr hier nichts mehr tun könnt. Ihr sollt von hier fliehen und den
König benachrichtigen. Dann HUST sollt ihr lernen und Reichenfels zurü.. HUST
HUST HUST zurückerobern!“ Die letzten Worte waren nur noch ein Flüstern
gewesen. Dann verkrampfte sich der Körper des Mannes, um darauf zu erschlaffen.
Als ich sah, dass sein Blick glasig geworden war, wußte ich, dass er mir nichts
mehr sagen wird. Ich zog den Toten zum Waldrand, damit wenigstens er nicht noch
einmal kämpfen müßte. Ich bemerkte einen Beutel, den er bei sich trug. Darin
fand ich einen Wappenrock der Mark Reichenfels (Weiß/Grün geviertelt), den
Siegelring meines Vaters, einen wattierten Waffenrock und eine Kettenhaube. Ich
erkannte, dass dies Teile der Rüstung waren, die mein Vater für mich hatte
anfertigen lassen. Der Rest wird wohl jetzt innerhalb der Feste verglühen oder
schmelzen.
Nachdem ich den Mann beerdigt hatte, leistete ich den
folgenden Schwur:
„Ich, Sigmar von Reichenfels, werde erst ruhen,
wenn ich die Mark meines Vaters zurückerobert habe.
Möge der Himmel auf mich fallen und mich erschlagen,
möge sich die See sich erheben und mich ertränken,
möge die Erde sich auftun und mich zermalmen,
wenn ich diesen Schwur breche!“
Dann warf ich noch einen letzten Blick auf die brennende
Feste und kehrte ihr dann den Rücken, um meinen langen Weg zu beginnen.
Nun wißt ihr, warum ich unterwegs bin und wer ich bin.
Und bei Cheval schwöre ich, dass ich alles tun werde um dem Wunsch meines
Vaters gerecht zu werden und diese Queste zu beenden.
Reiseberichte
Aelm
Arthosia I
1. Tag, Die Anreise
Es war schon die zwanzigste Stunde des Tages als unsere
Reisegruppe in das innere der Insel Aelm Arthosia vorstießen. Die Gruppe
bestand aus einer Abenteurerin, einem Krieger, einem Waldläufer, einer
Elfenfamilie und mir. Nach kurzem Fußmarsch (etwa eine Meile) kamen wir an
einen Bach, der, obwohl nur etwa zwei Meter breit doch recht tief war. Zwei
Bauern halfen gerade einer anderen Gruppe den Bach zu überqueren. Auch uns
zeigten sie die Steine die zum überqueren geeignet waren. Nach und nach überquerten
wir den Bach und setzten unseren Weg über eine große Wiese fort. Am Ende der
Wies, die sich als eine Insel herausstellte kamen wir an eine Brücke, die von
einem Zöllner bewacht wurde. Nach kurzer Unterhaltung zahlten wir die
geforderten Kupferstücke und überquerten die Brücke. Etwa zwei Meilen später
trafen wir auf eine andere Gruppe, die von Räubern überfallen worden war. Sie
teilten uns mit, das sie wenige hundert Meter weiter in einen Hinterhalt geraten
waren. Durch diese Nachricht alarmiert zogen wir unsere Schwerter und achteten
stärker auf die Wegesränder, soweit das dichte Unterholz dies erlaubte. Als
aus einem Seitenweg eine Person auf den Weg sprang und einen Wurfdolch nach uns
warf, versuchte ich ihn zum Kampf zustellen, doch floh dieser. Da ich ihn für
einen der Räuber hielt gebot es mir meine Ehre ihn zu verfolgen und zu stellen.
Der Unhold warf mehrfach mit Messern nach mir, doch konnte ich bis auf zwei alle
mit meinem Schild abwehren. Als ich ihn endlich stellen konnte war ich schon
weit gelaufen und meine Reisegruppe war weit zurückgefallen, doch hörte ich
Bartas ( den Krieger) herannahen. Nach kurzem Zweikampf stellte der Mann fest,
das er den Kampf nicht gewinnen konnte und floh über eine Wiese, wo er von dem
Waldläufer durch einen Zauber gefesselt wurde. Nach der Gefangennahme sagte er,
das er nicht zu den Räubern, sondern zu einer anderen Reisegruppe gehöre, von
der er jedoch getrennt wurde.
Da wir ihm nicht glaubten und ihm lieber dem Büttel übergeben
wollten nahmen wir ihm die Waffen ab und erklärtem ihm, das er bis zur Ankunft
in dem Dorf unser Gefangener sei. Da wir durch die Verfolgung den richtigen Weg
aus den Augen verloren hatten kamen wir erst zur 23. Tagesstunde im Lager an.
Dort übergaben wir unseren Gefangenen dem Büttel und nahmen darauf unsere
Mahlzeit ein, die von der Rhoi-Hessischen-Kampfküche vorbereitet war. Da man für
das Essen auch ein Kupfer zahlen mußte stellte ich fest, das ich nur noch zwei
Kupfer besaß ich mir also eine Arbeit suchen mußte. In der Taverne wurden
unsere Gruppe, die nur noch aus dem Krieger, der Abenteurerin, dem Waldläufer
und mir bestand gefragt, ob wir willens wären eine Wache zu übernehmen. Da er
bereit war pro Stunde und Person ein Kupfer zu bezahlen sagten wir zu und übernahmen
die Wache von Mitternacht bis Zwei Uhr.
Gegen Ende der Wache gerieten wir in einen Hinterhalt, als
wir einem vermeintlichen Überfall zweier Räuber vereiteln wollten. Plötzlich
standen wir zu viert einem Dutzend von ihnen gegenüber. Rasch zogen wir uns,
Alarm rufend, zum Weg zurück und wurden dort von zu Hilfe kommenden Leuten
verstärkt. Nach kurzem Kampf haben wir die Räuber überwältigt und drei von
ihnen gefangen. Einer von diesen riß sich später los und entkam mit dem Schild
des Kriegers. Darauf wollten wir den Abend in der Taverne ausklingen lassen. Wir
wurden jedoch von drei Geistererscheinungen dabei gestört. Diese waren nicht zu
vertreiben, waren aber auch nicht feindlich gesinnt. Gegen Morgen schritt ich
zur Sicherheit die Wachen ab. Von einem Waldläufer erfuhr ich, das ein Magier
auf dem Friedhof einen geborstenen Grabstein gefunden hatte. Zusammen mit einem
der Wachen suchten wir den Magier auf und halfen ihm den Grabstein
zusammenzusetzen. Als wir dies getan und die Inschrift übersetzt hatten fuhr
ein eisiger Wind durch den Wald und wir hörten eine geisterhafte Stimme stöhnen.
Durch die Inschrift erfuhren wir, wie man die Geister erlösen
konnten, doch mußten wir erst eine „ Reine Keusche Seele“ finden. Aber das
sollte Zeit haben bis wir etwas geruht hatten.
2. Tag
Am zweiten Tage machten wir uns auf um die Kappe Falk dem
Famosen aus den Händen der Räuber zu reißen. Geleitet von einem magischen
Finder führte uns Falk in die Richtung der Räuber, die bei unserem Anblick (
ca. 40 Mann) die Flucht ergriffen. Da die Räuber den Wald wie ihre Westentasche
kannten gab der größte Teil der Truppe die Verfolgung auf und begab sich zurück
zum Lager. Doch Bartas und ich blieben ihnen auf den Fersen und nach einer
zweistündigen Jagd hatten wir zwei der vier Räuber erschlagen und bei einem
die Kappe wiedergefunden. Die Freude des Narren war übermäßig und er dankte
uns durch eine kostenlose Darbietung seines Könnens. Da mein Schwert bei den Kämpfen
Schaden genommen hatte und nicht mehr zu reparieren war mußte ich mir ein neues
besorgen .
Den Rest des Tages verbrachten wir mit Müßiggang. Dabei
erfuhr ich ein Gerücht, das es ein verfluchtes Schwert gäbe, dessen Macht nur
durch das Drachenschwert zu brechen sei. Auch erfuhr ich, daß ein Nekromant
oder ähnliches angereist sei. Da ich immer noch auf der Suche nach Arbeit war,
heuerte ich bei einem Druiden namens Meister Ferior an, der in Begleitung eines
alten Barons angereist war und Mannen zu seinem Schutz suchte. Als es Abend
wurde erfuhr ich, das der Wolfs-Schamane Fenris am morgigen Tage seine Verlobte
ehelichen wollte. Also würde er in der Taverne seine Jungesellenfeier geben.
Als der Mond im Zenit stand entschlossen sich Argon Wulf
und ich die Wachen lieber abzugehen. Als wir den zweiten Wachposten unbesetzt
vorfanden wurden wir mißtrauisch und als wir einen Niedergeschlagenen fanden
liefen wir schnell in das Lager zurück um die anderen zu warnen. Doch kamen wir
zu spät. Seltsame Wesen mit grünlich leuchtenden Augen waren gerade dabei das
Lager zu überfallen. Doch wurden auch diese Wesen besiegt. Wahrscheinlich auch
deswegen, weil nach dem Überfall der Wachen am ersten Tag alle ihre Rüstungen
anbehalten hatten. Später erfuhr ich, daß die Geister von einer anwesenden
Hexe erlöst worden sind ( so weit zu reine keusche Seele!). Danach begab ich
mich zu Bett um für die morgige Hochzeit wach zu sein.
3. Tag
Wie auch am zweiten Tage wurden wir durch die
Rhoihessische-Kampfküch recht unsanft geweckt. Der dritte Tag stand ganz im
Zeichen der Hochzeit, die sich inzwischen zu einer Doppelhochzeit entwickelt
hat. Es sollte ein großes Fest mit mehreren Wettkämpfen und auch einem
Juggerspiel geben ( welches jedoch ausfiel). Nachdem die Wettkämpfe gelaufen
waren und es langsam Abend wurde fingen die Zeremonien an. Allerdings verliefen
beide Hochzeiten anders als geplant. Die erste fand nicht statt, weil die Braut
dem Bräutigam ( Fenris der Wolfsschamane) Untreue vorwarf und dann mit einem
Kobold ( Glöckchen, glaub ich) in die Anderwelt verschwand. Die zweite Hochzeit
fand auch nicht statt, weil der Verdacht aufkam, dass der alte Graf seine Braut
"gekauft" haben soll. Diese Ehe wurde dann nachher aber doch
geschlossen und zwar bei Nacht in einer heimlichen Zeremonie im Wald. Gegen
Mitternacht wurden wir durch Lärm aus unserer Tavernenstimmung gerissen.
Draussen konnten wir sehen, das auf dem Bogenschießplatz ein Kampf zwischen den
Trägern des "Guten Schwertes" und des "Dämonenschwert"
stattfand. Als der Drachenrichter ( der gute) den Kampf für sich entscheiden
konnte, stieg plötzlich Rauch 4auf. Als der sich verzog war der Platz voller
Chaoskriegern, die sogleich zum Angriff übergingen. Ich selbst wurde bei diesem
Kampf schwer am Bein verwundet und konnte nicht mehr ins Geschehen eingreifen.
Durch einen Heiltrank und einem wundschließenden Zauber wurde die Verletzung
jedoch geheilt. Inzwischen war der Kampf vorbei und aller Chaoskrieger waren
besiegt und durch diverse Paladine verbannt worden.
Nach dem Kampf begab ich mich wieder in die Taverne. Später
heuerte ich noch beim Rabenbanner an.
4. Tag
Eigentlich nichts mehr ausser, dass wir das Dorf gegen Mittag verließen.
Lochcon
(Rabenbanner-Ausbildungslager)
Eigentlich nichts besonderes zu Berichten. Es war halt ein
dreitägiges Ausbildungslager. Die Tage waren angefüllt mit Übungen in den
verschiedenen Waffengattungen und Formationskampf. Am letzten Tag wurde ich
endlich vom Rekruten zum Söldner befördert.
1.
Tag, Die Anreise
Wir waren auf dem Weg nach Aelm Arthosia um die Hochzeit
unseres Waldläufer Kommandanten, Kanan mit einer Aelm Arthosischen
Bauernstochter zu feiern. Er war schon vor gereist, um noch einmal mit dem zukünftigen
Schwiegervater (einem Riesen von Mann) zu sprechen. Wäre er mit uns angereist hätten
wir um die Schwierigkeit des Weges gewusst und wären nicht zu so später Stunde
marschiert. Es war die zehnte Stunde nach Mittag als wir den Wald erreichten,
durch den die letzten Kilometer des Weges führten. Unser Hauptmann schätzte
die Marschdauer auf etwa eine Stunde, so dass wir in den Gasthäusern noch etwas
zu essen bekommen könnten. Doch schon kurz nachdem wir den Wald betreten hatten
wurde es dunkel. Nun zeigte sich, dass wir die Standarte doch besser eingerollt
hätten, den sie behinderte doch sehr. Als Profoß dann auch noch seinen
Katzbalger verlor, mussten wir auch noch eine Weile warten. Als wir endlich
wieder losmarschierten war es schon recht dunkel. Hätten wir gewusst wie
schwierig der Weg werden würde, hätten wir die Anreise verschoben, doch waren
wir guten Mutes diese letzte Etappe noch heute hinter uns zu bringen. Es wurde
jedoch immer dunkler und der Weg war nur noch schlecht zu erkennen. Wir trafen
noch auf eine andere Reisegruppe aus zwei Paladinen und einer Frau mit einem
Kind (genau weis ich das aber nicht mehr, da man kaum die eigenen Leute in der
Dunkelheit erkennen konnte). Der Pfad wurde immer schmaler und am Ende mussten
wir uns im Gänsemarsch bewegen. Cheval sei Dank, auf dem ganzen Weg wurden wir
nicht überfallen. Die Verteidigung wäre unmöglich gewesen. Inzwischen war es
so dunkel, dass man seinen Vordermann kaum noch sah obwohl er nur ein oder zwei
Schritt vor einem ging. Der Pfad war inzwischen nur noch knapp zwei Ellen breit
und fiel rechts mehrere Meter zu einem Fluß ab. Links stieg er ebenso steil an.
Irgendwo auf dem Weg trat ich einen Schritt zu weit rechts und rutschte den
Abhang hinunter. Ich konnte mich gerade noch an der Wegkante festhalten und hing
mit den Augen auf Stiefelhöhe meiner Kameraden. Alle Versuche aus eigener Kraft
wieder auf den Weg zu gelangen wurden durch den weichen Waldboden vereitelt. Am
Ende mussten mich drei Mann nach oben ziehen, da die Standarte mich behinderte
und die Rüstung sehr nach unten zog. Hätten wir doch die Rüstungen auf den
Packpferden gelassen! Nachdem ich abgerutscht war hörte man alle paar Minuten
die Parole „Links bleiben! LINKS!“. Trotzdem rutschte eine der Frauen ab und
konnte gerade noch festgehalten werden. Da sie noch einen alten, blinden Hund
dabei hatte war sie kurz darauf mit den Nerven am Ende. Auch bei mir lagen die
Nerven blank. Als der Weg kein Ende nehmen wollte und der Pfad noch schmaler
wurde brach sie weinend zusammen und wollte keinen Schritt weitergehen. Nach
etwa zehn Minuten konnten wir sie aber doch so weit wieder aufbauen, das sie
weiterging. Doch bei jeder Schwierigkeit brachen die Tränen wieder hervor. Da
bei mir die Nerven auch blank lagen, reagierte ich gereizt auf das ständige
Anhalten. Am nächsten Tag entschuldigte ich mich bei ihr.
Als wir immer noch nicht die Lichter des Dorfes sahen
verzweifelten wir. Plötzlich tanzten Lichter in der Ferne und wir dachten schon
der Wald wäre verflucht. Doch die vermuteten Irrlichter stellten sich als
freundliche Waldgeister heraus. Diese halfen uns den restlichen Weg zu meistern.
Er war dadurch aber nicht einfacher, da noch drei Kletterpartien zu absolvieren
waren. Auf einem Plateau machten wir eine kurze Rast und die Waldwesen sagten
uns, das nun der größte Teil des Weges geschafft sei und wir nur noch den
letzten Anstieg zu bewältigen hätten. Mit neuem Mut rafften wir uns auf und
schafften diesen Anstieg auch noch, doch für mich war der Anstieg zuviel. Den
Befehl des Profoß Aufstellung zu beziehen hörte ich nicht mehr. Ich ließ mich
einfach ins Gras sinken und blieb dort einige Minuten liegen. Als meine Beine
aufhörten Zeter und Mordio zu schreien stand ich wieder auf. Daraufhin gab der
Profoß den Befehl zum stürmen der Taverne. Die Küche des Gasthauses war zwar
erstaunt, das so spät noch Gäste anreisten, bereitete aber extra für uns noch
eine Mahlzeit vor. Da kann man nur sagen RESPEKT.
Statt der erwarteten Stunde waren wir 5 Stunden unterwegs
gewesen. Als wir endlich das Dorf erreichten war es schon drei Uhr morgens!!!
Nach dieser Anstrengung blieben wir auch nicht mehr lange in der Taverne und
stellten auch keine Wachen auf. Wie Tote schliefen wir die nächsten Stunden.
2.
Tag
Nach dieser anstrengenden Anreise schlief ich bis Mittag.
Auch der Rest des Banners schlief länger als sonst. Nach dem einnehmen einer
kleinen Mahlzeit trugen wir uns komplett als Juggermanschaft ein. Unterstützt
wurden wir durch zwei Scatoer Orks und zwei weiteren Personen. Der eine trug den
Namen Zinius, der andere Name ist mir aber entfallen. Dieser Zinius blieb mir in
Erinnerung, da er der erste gewesen ist, der den Wettkampf mit dem Kanibanickel
wagte (er verlor). Jenes Kanibanickel wurde nachher noch in unsere
Juggermanschaft aufgenommen. Wie die Bogenwettbewerbe verliefen kann ich nicht
sagen, da ich nicht dabei war. Ich weiß nur, dass Falk der Famose wiederholt
der Sieger war.
Unser erstes Spiel Hang-Jugger gewannen wir mit einem Schädel
Vorsprung vor der Dorfmannschaft, doch erhielten diese dir B-Note, so dass wir 3
und die 2 Punkte erhielten. Da nach dem 2. Spiel die Uhr verschwand fanden heute
keine weiteren Spiele statt.
Gegen Abend drang die Nachricht zu uns ins Lager, dass die
Monster aus der Geisterbahn geflohen seien und durch das Dorf liefen. Schnell
legte man Rüstung an und machte sich auf den Weg. Als wir unten ankamen war die
Riesenspinne getötet und der Rest wieder eingefangen. Vor der Geisterbahn war
eine größere Personenmenge zusammengekommen. Als ich mich dazu stellte konnte
ich erfahren, dass der Besitzer der Geisterbahn ein Nekromant sei und die
Monster keinen Illusionen sondern echte Untote seien ( z.B. eine Mumie, eine
Vampirette etc.). Ich konnte nichts gegen meine aufsteigende Wut tun. Dies alles
erinnerte mich zu sehr an die Geschehnisse vor gut zwei Jahren. Damals wurde die
Mark meines Vaters, die in den Nordlanden nördlich des östlichen Meeres liegt,
von Untoten überrannt. Da die Wachen des Besitzers uns nicht in die Geisterbahn
ließen, lief ich zum Vogt. Als ich ihn fragte ob wir Erlaubnis hätten die
Geisterbahn zu stürmen, verbat er dies. Selbst als ich ihn auf das
Sicherheitsrisiko hinwies wollte er dies nicht zulassen. Mißgestimmt kehrte ich
zurück. Vor der Geisterbahn wurde ich gefragt, ob wir Erlaubnis hätten. Dies
konnte ich nur verneinen, doch die Menge wollte trotzdem die Bahn stürmen. Ich
sprach mich mit einer Person ab und wir pömpften dir beiden Wächter nieder. Da
wir die Schlösser an den Türen nicht öffnen konnten war dies aber vergebliche
Müh gewesen. Kurz darauf tauchte die Stadtwache auf und warf uns wieder aus der
Geisterbahn hinaus. Was ich nicht bemerkt hatte war, das einer der Wächter mir
ein Schwarzrotes Zierband vom Helm gerissen hatte. Dies wäre nicht so schlimm
gewesen, wenn nicht irgendeiner einen den Wächter getötet hätte und dieser
eben das Band in der Hand hielt. Doch dazu später mehr.
Die
Nacht vom 2. auf den 3. Tag und von einem seltsamen Traum
Etwa 2 Stunden nach der Sache an der Geisterbahn hatte ich
Wache bei uns im Lager. Da es noch nicht so spät war, war noch mancher
Bannersmann wach. Ich sprach gerade mit dem Profoß als ich von einem Moment auf
den anderen einschlief!
Ich fand mich plötzlich in einer brennenden Feste wieder.
Überall lagen Tote und der Rauch kratzte im Hals. Die Flammen warfen ein
unwirkliches Licht und eine seltsame Musik lag zwischen dem Lärm einer tosenden
Schlacht, ausserhalb der Mauern. Als ich mich umblickte erkannte ich das es die
Festung meines Vaters war. Ich war wieder Zuhause! Dies waren die Mauern der
heimatlichen Feste und sie wurde von Untoten angegriffen. Wie ein Blitzgewitter
zogen die Momente dieses Tages an meinen Augen vorüber. Plötzlich bemerkte ich
in dem Nebel eine Bewegung am Boden. Als ich einige Schritt auf die Bewegung
zumachte erkannte ich, das es sich um meinen Vater handelte. Ich stürzte zu ihm
und erkannte, das er schwer verwundet war und im sterben lag. Ich nahm in meinen
Arm und fragte ihn was geschehen sei. Er sagte mir das es zu schnell gegangen
sei und das sie plötzlich überall gewesen seien. Ich fragte ihn nach den
Paladinen während ich mit den Tränen kämpfte. Er sagte das sie wie Cheval
selbst gekämpft haben aber die Untoten zu mächtig waren. Er bekam einen
Hustenanfall und spuckte Blut. Seine Stimme wurde schwächer und sagte, das ich
ihm schwören solle nicht zurück zu kommen. Ich fragte ihn was denn aus der
Mark werden solle wenn ich sie nicht zurückerobere. Und er sagte, das sie zu
einem Hort des Bösen werden würde. Dann wiederholte er seine Bitte und als ich
bemerkte das er nur noch kurze Zeit zu leben hatte schwörte ich nicht zurückzukehren.
Dann wachte ich auf.
Das halbe Banner stand um mich herum als ich von dem
Hocker fiel und nach meinem Vater rief. Man zog mich auf die Beine und schüttelte
mich, damit ich wieder zu mir kommen. Sie fragten mich, was den geschehen sei
und warum ich vor dem Profoß eingeschlafen bin. Die zweite Frage konnte ich
nicht beantworten doch die erstere konnte ich, indem ich von meinem Traum erzählte.
Profoß hörte sich die meinen Bericht an, ging aber nicht darauf ein, sondern
sagte mir, das noch etwas anderes geschehen sei. Sie berichtete, das gegen mich
eventuell Anklage wegen Mord erhoben wird. Ich fragte an wenn und sie sagte,
dass einer der Wächter der Geisterbahn ermordet wurde und einen Schwarzrote
Helmschnur in der Hand hatte. Ich erwiderte, dass ich es nicht gewesen sein kann
und mich aufgrund meiner Unschuld jeder Befragung stellen kann. Daraufhin sagte
sie mir, das ich um 11 Uhr abgeholt werde.
Den Rest der Nacht konnte ich nicht schlafen. Mit denen
die da waren und den nächsten Wachen unterhielt ich mich über den Traum. Ich
wußte nicht ob ein Schwur im Traum bindend ist und ob für einen bindenden
Schwur ein „Ich schwöre“ ausreicht ohne das man auf etwas schwört. In mir
wuchs der Zweifel. Zuerst hatte ich angenommen, das es sich um eine Vision von
Cheval handelt, doch widersprach dieser Traum allem was ich von Cheval kannte
und wusste. Der Verdacht, das dieser Traum von einem geschickt wurde keimte in
mir. Es konnte nur einen geben, der Interesse daran hätte mich aus den
Nordlanden fernzuhalten. Es konnte sich nur um den Nekromanten handeln, der die
Mark einst überrannte. Um Gewissheit zu erlangen bereitete ich mich auf das
Gebetsritual vor. Bei Sonnenaufgang wusch ich mich mit klarem Wasser und legte
das weisse Ritualgewand an. Dann nahm ich mein Schwert und ging zu einem Platz
im Wald der den Mächten des Lichtes geweiht war. Dort begann ich das Ritual.
Nach mehreren Stunden erwachte ich aus der Meditation. Cheval hatte mir nicht
geantwortet und mir auch keinen Hinweis gegeben welche Entscheidung Richtig oder
Falsch ist. Ich musste nun eine Entscheidung fällen. Ich wägte ab, was ich
wusste und was mir richtig erschien und erneuerte meinen Schwur, den ich vor
zwei Jahren geleistet hatte:
„Ich schwöre in die Nordlande zurückzukehren und die Mark Reichenfels zurückzuerobern!
Möge der Himmel auf mich fallen und mich erschlagen,
Möge die See sich erheben und mich ertränken,
Möge die Erde sich auftun und mich zermalmen,
wenn ich diesen Schwur breche!“
Die Erneuerung ließ allen Zweifel von mir abfallen. Es
konnte sich nur um einen Alb gehandelt haben, den der Nekromant geschickt hatte.
Der 3. Tag
Als der Vogt gegen Mittag noch keinen geschickt
hatte um mich abzuholen rüsteten wir uns und gingen mit dem kompletten Banner
zum Zelt des Vogtes. Dort nahmen wir Aufstellung. Da wir mit mehr als 15
Personen da waren konnten wir nicht alle ins Zelt. Also ging der Hauptmann
alleine ins Zelt. Als er das Zelt wieder verließ, sagte er mir, das keine
Anklage erhoben wird und reichte mir die Helmschnur.
Inzwischen hatten wir Nachricht erhalten, das die Hochzeit
geplatzt war. Kanan hatte anscheinend das Interesse verloren oder es hatte sich
etwas anderes ergeben.
Von den anderen Spielen die heute stattfanden habe ich bis
auf die 2. Hälfte des Juggertourniers nichts mitbekommen. Das Juggertournier
wurde von uns gewonnen, nachdem wir Zwietracht Zankfurt geschlagen hatten und
zusätzlich die B-Note gewannen. Da die Dorfmannschaft gegen die Küche siegte,
lagen wir uneinholbar vorne und siegten nach Punkten. Wir feierten unseren Sieg
im Badehaus und ich kann nur sagen: Steigt nie mit einem Kanibanickel in den
gleichen Zuber! Die fusseln und haben riesige Kanibanickelflöhe, die aber zum
Glück nur auf Kanibanickels leben.
4.
Tag Abreise
An diesem Tag passierte nichts mehr. Wir halfen beim Abbau
des Lagers und machten uns nach dem Verabschieden auf den Heimweg nach Okostria.
1.
Tag
Wir zogen in das Land Scato, um den verstorbenen Hetmann
zu beerdigen, welcher, wie ich erfuhr, ein großer Krieger und Held gewesen sein
soll. Da das Rabenbanner schon des öfteren in seinem Dienst gestanden hatte und
Alrik, vor seiner Zeit im Banner, ihm zu Diensten gewesen war, ist es die
Pflicht des Banners den Hetmann auf seiner letzten Reise
zu ehren.
Da ich aus Erzählungen und alten Berichten wusste, dass
Scato schon seit langem mit Insador im Krieg lag, rüstete ich mich mit allem
was ich hatte. Es war mir schon klar, dass dies nicht gegen die gefürchteten
Bogen- und Armbrustschützen der Insadorer half, doch vertraute ich auf Cheval
und meine Kameraden.
Die Reise nach Fuldorn verlief im grossen und ganzem ohne
Störungen, nur kurz vor dem Dorf Harasgaal wurden wir von einigen Plänklern
angegriffen. Die Unterbringung des Banners erfolgte direkt am Tor des Dorfes und
einige von uns schlugen ihr Lager vor dem Tor in Zelten auf. Damit fiel dem
Banner fast automatisch die Rolle der ersten Verteidigungslinie zu, denn nur das
Lager der Ritter des Lichts (ein vinländischer Orden) lag noch weiter
ausserhalb, aber strategisch günstiger. Nach der Ankunft nahmen wir kurz
Aufstellung und Profoss und der Hauptmann beschlossen die Truppe in
Korporalschaften zu unterteilen, um sie mobiler zu
machen. Ich wurde der Korporalschaft des Profoss zugeteilt. Danach
erhielten wir die Erlaubnis zum einrücken in die Taverne. Dort nahmen wir
unsere erste Mahlzeit in Scato ein und begannen uns von der Anreise zu erholen.
Der Bruder des Hetmanns setzte sich zu uns (später erfuhren wir, dass wir an
seiner Tafel gesessen hatte, was ihn aber nicht gestört hatte). Er erzählte
uns, dass die heutige Nacht Samhain wäre. In dieser Nacht seien die Grenze
zwischen unserer Welt und der Welt der Toten durchlässig und die unglücklich
Verstorbenen können zurückkehren. Weiterhin erfuhren wir, dass die Insadorer
einen großteil der Dorfbevölkerung getötet hatte und auch vor Kindern,
Frauen, Alten und Schwangeren nicht halt gemacht hatten. Durch diesen Bericht
sanken die Insadorer tief in meiner Sicht und so Cheval will werden sie dafür büsen.
Etwas später betrat der Than (ein Abgesandter des Königs)
mit einem weiteren Mann die Taverne. Er verkündete, dass der Mann neben ihm der
neue Fürst der Provinz sei, da Einen auf alle Titel und Rechte verzichtet hat.
Er sprach später mit unserem Hauptmann
(Sir Peregrin) und wünschte uns anzuheuern. Als er
unseren Preis hörte bat er um eine Heerschau um die Truppe zu mustern. Diese
sollte Morgen stattfinden.
Später am Abend wurde Alarm gegeben, Die Insadorer rückten
an! Rasch nahmen wir unsere Waffen und begaben und geordnet zum Dorftor. Auf dem
Weg dorthin bemerkten wir, dass sie bereits in das Dorf eingedrungen waren.
Aufgrund der Übermacht auf unserer Seite wurden sie schnell niedergemacht.
Dabei fiel mir auf, das die Scatoer ebenso fanatisch gegen die Insadorer kämpfen
wie umgekehrt. Trotz Möglichkeit machten sie keine Gefangenen.
Es kam noch zu weiteren kleineren Scharmützeln, unter
anderem mit Untoten. Dies weckte Erinnerungen in mir und weckte meinen Hass auf
Nekromanten. Dadurch wurde ich kurze Zeit abgelenkt und von einem Untoten
niedergerissen. Durch den Schlamm der allgegenwärtig war, wurde unser Sturz
gebremst. Es war überhaupt sehr rutschig und mancher stürzte ohne
Feindeinwirkung.
Da es mittlerweile die Mitte der Nacht war, begann die
Stunde der Attentäter und Plänkler der IVF, die uns und den Wachen das Leben
schwer machen würde. Profoss teilte die Wachen ein und vergößerte sie zusätzlich
um einen Mann. Während einer der Wache wo ich wach war gellte ein Schrei durch
das Dorf. Zwei unserer Männer machten sich auf um der Ursache auf den Grund zu
gehen. Ich blieb während dessen am Tor und achtete darauf, dass nicht noch mehr
Attentäter hineingelangen konnten. Zumindest versuchte ich dies, doch war das
Dorf zu offen und die Wachen zu dünn. Die Männer des Banners, die sich auf die
Jagd nach Attentätern gemacht hatten wurden angegriffen und Alrik wurde aus
einem Hinterhalt von zwei Bolzen in den Bauch getroffen. Dank der Fähigkeiten
unserer Heiler überlebte er aber.
Obwohl ich mich hätte sicher fühlen können, schlief ich
nur zwei Stunden, denn lieber wenig Schlaf und lebend, als ewiger Schlaf, der
von einem Meuchler gebracht wird.
2.
Tag
Nach dem Frühstück, welches um die Mittagszeit beendet
war, wurde der Befehl zum rüsten gegeben und Waffentraining im Einzel- wie
Gruppenkampf befohlen. Zur befohlenen Stunde begaben wir uns auf die freie Fläche
unterhalb des Dorfes. Während unseres Trainings kam der Than mit dem Fürsten
zu uns. Er hatte die Gelegenheit am Schopfe gepackt um unsere Truppe direkt beim
Training mustern zu können. Als wir zum Formationskampf übergingen, ließ er
sich die Gelegenheit nicht nehmen einen der beiden Trupps zu befehligen.
Nach etwa zwei stündigem Training wurde Freizeit
angeordert. Der Fürst und der Than waren anscheinend von der Notwendigkeit des
Trainings überzeugt und orderte an, das jeder Wehrfähige,ob Mann oder Frau,
sich zu einem Schlachtendrill auf dem unteren Dorfplatz in einer Stunde
einzufinden habe. Diese Order im Namen des Königs von Scato und des Fürsten
der Provinz wurde von Rabenbannlern im Dorf verkündet.
Zur genannten Stunde trafen tatsächlich viele der Gäste
ein und machten beim Training mit. Nur die Ritter der Lichtes glänzten durch
Abwesenheit, eventuell hatten sie die Order auch nicht erhalten. Bei diesem
Training sollte den Leuten klar gemacht werden, dass Diziplin und planmässiges
Vorgehen das wichtigste ist und die Verluste verringern kann. Während des
Training griffen die Insadorer das Dorf von der anderen Seite her an und es
zeigte sich, das keiner der Leute etwas gelernt hatte. Bis auf das Rabenbanner
rannten sie beim Alarmruf alle getrennt los und stürzten sich ungeordnet auf
den Feind. Wir hingegen nahmen erst Marschaufstellung an und begaben uns dann
geordnet nach oben. Dort sahen wir, dass die anderen immer weiter zurückgedrängt
wurde, da sie keine ordentliche Schlachtreihe zustande brachten. Wir rückten
vor und bildeten um das Banner eine Schlachtreihe. Da ich sehen konnte, dass die
Insadorer Magier und Bogenschützen dabei hatten, hoffte ich das die Bannler an
meine Seiten mich mit ihren Schilden schützen würden, da ich wie immer mit der
Standarte nur einen Buckler trug. Meine Hoffnung wurde durch die erstaunlichen Fähigkeiten
der Bogenschützen zunichte gemacht. Schon nach kurzer Zeit riss mich ein Schlag
auf die linke Brust von den Füssen. Schnell stand ich wieder auf, doch der
Schmerz war gross und ich musste mir Schrecken erkennen, das ein Pfeil in meiner
Brust stak. Ich brach den Schaft ab und begab mich wieder in die vorderen
Reihen. Der Schmerz war gross und ich verlor Blut, doch bin ich der Bannerträger
des Rabenbanners und diese Aufgabe verlangt von mir Härte und Durchhaltevermögen.
Ich schaffte es bis zum Ende des Scharmützels auf den Beinen zu bleiben, doch
kurz nachdem der letzte Insadorer gefallen war, brach ich zusammen. Man
schnallte die Standarte ab und stütze mich, während wir ins Dorf gingen. Bei
unsere Hütte angekommen kümmerte sich Kayle Trikesch um die Wunde. Er hielt
mir etwas unter die Nase, dessen Dämpfe den Schmerz des Ausbrennen lindern
sollte. Es war nicht der Fall. Vor Schmerz verlor ich die Besinnung. Als ich
wieder zu mir gekommen war und
einen Becher Met getrunken hatte ging es mir wesentlich besser. Es stellte sich
herraus, dass das Rabenbanner 6 Verwundete hatte, die allesamt von Pfeilen
getroffen wurden. Fünf der Pfeile hatten die linke Brust getroffen. Es lag auf
der Hand, dass man sich vor den Insadorischen Bogenschützen in Acht nehmen
muss. Im laufe des Tages wurde Sir Peregrin zum Oberbefehlshaber auf Zeit der
Armee Scatos in der Provinz ernannt.
Die Magier und Priester der Gäste hatten inzwischen
verschiedene Orte untersucht und einen Druiden oder Druidin aufgesucht. Dabei
hatten sie etwas über Opferungen für einen Blutdämon erfahren, der kurz davor
steht die Grenze zu unserer Welt zu überschreiten. Es wurden auch verschiedene
Schriftstücke gefunden, die noch übersetzt werden mussten. Die Informationen,
die ich über diesen Dämon erhielt waren immer nur wage. Es schien mir, als ob
die Magier nicht gewillt waren ihr Wissen zu teilen oder zu zerstritten waren,
ob etwas zu unternehmen. Da es schon dämmerte und uns geraten wurde nicht bei
Dunkelheit in den Wald zu gehen, war diese Chance verschenkt. Bei Dämmerung
begann der Gottesdienst zum Gedenken des Hetmanns. Nur wichtige Personen und
solche die dem Hetmann nahe gestanden hatten wohnten ihm bei. Als es dunkel
geworden war begann die Prozession vom Tempel zum Scheiterhaufen. Der Hetmann
sollte nach Brauch verbrannt werden. Das Banner folgte dem Hauptmann und stellte
sich als Wache um den Bestattungsplatz auf. Dies war als Vorsichtsmassnahme
gedacht, falls sich die Insadorer blicken liessen um die letzte Ehrerbietung des
Hetmanns zu stören. Es blieb jedoch ruhig. Im laufe der Zeremonie wurden drei
Opfer gebracht: eine Sklavin, die Lieblingszofe der Hetfrau und einen gefangenen
Grünork. Obwohl ich diese Opfer in Anbetracht der Situation als nicht
angebracht ansah, wollte ich die Zeremonie nicht stören, zumal es ja so Brauch
ist in Scato.
Da wir in Erfahrung gebracht hatten, dass der Dämon durch
jegliches Blutvergiessen stärker wurde und er kurz davor stand die Grenze zu
passieren, suchten wir nach Möglichkeiten Kämpfen aus dem Weg zu gehen. Die
Alchemisten entwickelten ein Schlafgift, welches in Form eines Gases zum Einsatz
kommen sollte. Es war nur zu hoffen, das Cheval und alle anderen Götter uns
wohlgesonnen sind und das Gift nicht in unsere Reihen getrieben würde. Alle
Leute, die schon öfter in Scato geweihlt hatte, waren sich sicher, dass die
Insadorer noch diese Nacht angreifen würden. Es wurde befohlen in Rüstung zu
verweilen und sich nicht zu weit von unserem Lager zu entfernen.
Die Insadorer ließen lange auf sich warten. Meister
Kauljiang braute Heiltrank um den Verwundeten der nahen Schlacht helfen zu können
(und das ein oder andere Silberstück zu verdienen). Da wir inzwischen den
ersten Teil des Soldes erhalten hatten wurde dieser unter den Hauptleuten
aufgeteilt, um im Falle einer Flucht nicht alles zu verlieren. Flucht, allein
der Gedanke daran wiederstrebt mir. Welch feiges Verhalten in einer Schlacht zu
fliehen und seine Kameraden und Mitstreiter im Stich zu lassen. Seit ich aus der
Mark Reichenfels auf Geheiss meines Vaters geflohen bin, weigere ich mich Flucht
als Option zu sehen. Welch Tor ich war merkte ich später, denn nicht nur das
Sinken des Mutes kann einen Mann zur Flucht zwingen, sondern auch Zaubersprüche
vermögen es das Herz mit unbändiger Furcht zu füllen.
Zur letzten Stunde des Tages hörten wir unnatürliche Geräusche
durch das Dorf hallen. Es klang wie ein Lachen aus der tiefsten Finsterniss der
Unterwelt. Als dann auch noch die Wachen meldeten, dass die Insadorer im
Anmarsch sind, gürteten wir uns mit unseren Waffen und begaben uns zum
Dorfplatz, wo wir die Insadorer zum Kampfe stellen wollten. Das Schlafgift wurde
entzündet und der Wind trieb es die Strasse hinab. Als fast alles aufgebraucht
war erfuhren wir, das die Insadorer am unteren Platz Aufstellung bezogen hatte.
Sie mussten einen Spion in unseren Reihen gehabt haben, der ihnen unseren Plan
verraten hatte. Mögen diese Männer der List und Tücke für ihren Tat sterben.
Bei vielen schien der Mut zu sinken und mancher fragte sich, ob er fliehen
solle. Doch entschlossen wir uns die Insadorer trotzdem zu bekämpfen, denn wenn
der Dämon nicht heute durch vergossenes Blut beschworen wird, dann zu einem
anderen Tag. Dann aber würde er nicht durch anwesende Magier gebannt werden können.
Nur wenige reisten daher ab und viele blieben. Der Hauptmann gab den Befehl zum
unteren Platz abzurücken und dort Aufstellung zu beziehen. Wie gesagt so getan.
Die Streitmacht Insadors war gross und gut gerüstet und
wieder sank der Mut manches Kämpen. Doch durch das intonieren des Schlachtrufes
“SCATO,SCATO...” konnte die Moral wieder gestärkt werden. Auch der
Befehlshaber der Insadorer konnte unseren Kampfeswillen nicht brechen, als er
uns anbot unbeschadet abzuziehen. Im Gegenteil er wurde verhönt und Preise auf
seinen Kopf ausgerufen. Schliesslich wurde auch er niedergebrüllt. Doch urplötzlich
zitterte die Erde und unnatürliches Licht und Blitze erhellten das zukünftige
Schlachtfeld. Die Insadorer öffneten die Mitte ihrer Schlachtreihe und mit
gewaltigem Knall, Blitzschlägen und Feuerfontänen erschien ein Thron auf dem
etwas saß. Der Nebel war dicht und mann konnte nur Schemen erkennen. Doch
verzog sich der Rauch und gab den Blick auf den Dämon frei. Die Insadorer
fielen auf die Knie und beteten den Dämon an. Mir stellten sich ob des Anblicks
die Nackenhaare auf. Viele zweifelten nun endgültig und manchen ergriff Furcht.
Die Moral sank rasch. Doch mit dem Mut der Verzweiflung riss ich das Rabenbanner
hoch, andem der Wimpel Scatos hing und brüllte ihm den Schlachtruf entgegen.
Unsere Armee schloss sich an und die Moral und der Mut kehrte mit jedem gebrülltem
“Scato” ein wenig mehr zurück. Dann wurde der Befehl zum vorrücken gegeben
und immer noch rufend bewegten wir uns Schritt für Schritt auf die Insadorer
zu. Als wir auf wenige Schritt herrangekommen waren wurden Teile der
Schlachtreihe durch Wasserelementare zurückgeworfen. Ihre Wasserstrahlen rissen
immer wieder Lücken in unsere Reihen, die jedoch schnell geschlossen wurden. Plötzlich
brach ein Erdelementar aus den Insadorischen Reihen und griff unsere Reihe an.
Unter seinen mächtigen Hieben ging so mancher in die Knie und die Luft war erfüllt
vom bersten der Schilde. Ohne Befehl drückten die Ritter des Lichts einen
Abschnitt unserer Schlachtreihe nach vorn. In ihrem Fanatismus ignorierten sie
jede Taktik. Sie wurden jedoch wieder zurückgedrängt. Als unsere Magier
endlich die Elementare gebannt hatten, konnten wir unseren Angriff starten.
Lange wogten der Kampf hin und her. Es konnte lange keiner die Oberhand
gewinnen. Es ist zu erwähnen, das ohne das Rabenbanner die Schlacht ein frühes
Ende genommen hätte. Nur dadurch, das wir uns über die ganze Schlachtreihe
verteilt hatten und immer wieder nötige Befehle gaben, wurde die Schlachtreihe
mit dem nötigen Extra an Disziplin und Ordnung versehen. Viele Lücken, die in
die Reihen gerissen wurden, schlossen sich erst nach einem Befehl eines
Bannersmann. Unsere Hauptleute wiederum hatten alle Hände voll zu tun,
diejenigen die von Angst erfüllt geflohen waren, zurück in die Schlacht zu
schicken. Mancher wurde durch Zaubersprüche der Insadorer getroffen. Auch ich
wurde Ziel mancher Bezauberung . Einige mal wurde ich von Windstössen getroffen
und wurde mit der Standarte zurückgeworfen. Auch waren die Magier fähig, Teile
der Rüstung zum glühen zu bringen. Auch ich wurde durch einen solchen Zauber
getroffen und mein Helm wurde glühend heiss. Vor Panik öffnete ich den
Verschluss, riss ihn mir vom Kopf und warf ihn in den Schlamm. Seltsamerweise
war er kurze Zeit später wieder kalt. Als ich wieder in die erste Reihe wollte
wurde ich nach hinten abgedrängt und plötzlich war keiner mehr in meiner Nähe.
Als ich mich umdrehte stand der Dämon vor mir. Ehe ich reagieren konnte, schlug
er mir mit seiner Kralle vor die Brust und ich wurde nach hinten geschleudert.
Durch den mächtigen Hieb sind viele Kettenglieder gesprengt worden, doch meine
schwere Wattierung rettete mich vor schweren Verletzungen. Kurz darauf zog sich
der Dämon zurück und verschwand. Ein paar mal versuchten die feindlichen
Magier die Standarte zu erhitzen, doch da sie aus Holz war konnte dies nicht
wirken. Auch ein Angstzauber wurde auf mich gewirkt. Plötzlich sah ich uns in
einer hoffnungslosen Situation. Panik erfüllte mein Herz, ich sah mich schon
niedergemacht und von allen verlassen. Dann gab es kein Halten mehr. Mein Mut
brach und alles schien sinnlos, ich wollte nur noch weg, weg von diesem Gemetzel
und weg von diesem Magier der mir solche Angst einjagte. Vor Panik floh ich aus
der Schlachtreihe, die Standarte trug ich bei mir und rannte davon. Ich hatte
die Reihen schon hinter mir gelassen, als Kyle Trikesch meine Flucht stoppte. Er
sprach mir Mut zu und mit magischer Hilfe brach er die Furcht und stärkte
meinen Mut. Ich merkte wie ich mich wieder unter Kontrolle hatte und welche
fatalen Auswirkungen meine Flucht hätte haben können. Schliesslich fiel sämtliche
Furcht von mir ab und ich stürmte wieder vor, um meinen Platz in der ersten
Reihe anzunehmen.
Dann wendete sich das Schwert Chevals gegen die Insadorer
und unter unserem Angriff fielen sie, wie die Ähren unter der Sense. Mit jedem
Angriff wurden es weniger und sie wichen immer mehr zurück. Dann waren es nur
noch wenige. Ich tratt vor die Schlachtreihe und bot ihnen an zu fliehen. Doch
die Scatoer waren in einem solchen Wahn, dass sie die Insadorer niedermähten.
Wer nicht vorher geflohen war, wurde getötet oder verblutete nacher auf dem
Feld.
Nach der Schlacht
Ein Sieg wurde erreicht, eine Schlacht geschlagen aber der
Krieg erhielt keine Wendung. Der Dämon war der zweite von dreien und er hielt
mit seiner Freude nicht hinter der Hand. Nach unserer Rückkehr hörten wir
wieder seine Stimme und er bedankte sich für das vergossene Blut. Er sagte er wäre
gestärkt worden und dass das dämonische Trio nun bald komplett sei. Der Sieg
schmeckte auf einmal bitter und nutzlos. Wir hatten die Insadorer geschlagen
aber gleichzeitig eine viel grössere Niederlage erlitten. Die Stimmung bei der
Siegesfeier war von trotziger Freude geprägt aber jeder schien zu ahnen, dass
die nächste Schlacht in Scato viele Opfer fordern wird.
Der Rest des Tages blieb friedlich und ausser den Gesängen
über die Schlacht war er frei von Gewalt. Ich erfuhr aber, dass die Ritter des
Lichtes uns mitten in der Schlacht verraten hatten und ihre gesamte Kampfkraft
aus unserer Armee abgezogen hatten. Dieses schmäliche Verhalten ist nur schwer
zu entschuldigen. Gerade sie, die sich vorher mit grossem Eifer in die Schlacht
gestürzt hatten und ihr Temperament nicht zügeln konnten. Gerade sie flohen
aus der Schlacht.
Es wurde jedoch einer ihrer Helme bei der Taverne gefunden
und mancher hatte damit seinen Spass und verhöhnte sie in Tat und Schrift.
3. Tag
Es passierte nicht viel. Nachdem wir unser Lager
abgebrochen hatten, erhielten wir den restlichen Sold und rückten ab. Vorbei an
dem Schlachtfeld, auf dem noch immer die Körper der gefallenen Insadorer lagen.
Unsere Reihen hatte wie durch ein Wunder keine Toten zu beklagen.
Lochcon
V (Rabenbanner-Ausbildungslager)
Da ich beim Üben des Dolchkampfs eine Verletzung davon
getragen habe konnte ich nicht an allen Übungen teilnehmen. Aus irgendeinem
Grund wurden wir ständig von Schatten angegriffen. Später erfuhr ich, dass es
sich um die Untergebenen eines alten okostrischen Magiers handelte, die durch
ein geswchwächtes Portal geschickt wurden. Eine Magierin, die in unserem Lager
war, verschloss das Portal am letzen Tag durch ein Blutritual.
Bevor das Portal verschlossen wurde hatte wir, die im
Lager geblieben waren Visionen, deren Kraft und Verlockung nur durch unser
Pflicht- und Ehrgefühl beim Anblick des Banners gebrochen wurde. Ich hatte eine
Vision, wie ich ich an der Spitze einer grossen Armee ritt und Schlachten
siegreich schlug. Die Männer in meiner Vision waren mir absolut ergeben und ich
hatte grosse Kräfte und Fähigkeiten. Doch wurde ich gewahr, dass meine
Gefolgsleute aus Untoten bestand! Ich selbst war Anführer einer Untotenarmee,
einer Armee, wie sie die Mark meines Vaters, meine Heimat überfallen und
vernichtet hat. Die Erkenntnis und die Erinnerung brach die Kraft der Vision,
doch blieben Zweifel und ein Gefühl der Bedrohung. Ich hoffe, dass ich mich
gegen diese Bedrohung erwehren kann, die wie ein Schatten am Rande des
Blickfeldes lauert.
Schon wieder eine Versuchung! Schon wieder Zweifel ob der
Richtigkeit meines Tuns. Erst der Alb vor knapp einem Jahr und nun diese Vision!
Der Nekromant, der nun die Mark in seinen Klauen hielt scheint an Macht zu
gewinnen.
Wir hatten auch ein paar Gäste, die sich die
Trainingsmethoden des Rabenbanners anschauen wollten. Da es sich um Gäste
handelte, die uns schon mal angeheuert hatten, wurden sie von uns mit grosser
Freundlichkeit bedient (wie es auch vom Profoss befohlen wurde)
Auf unserem Weg zurück begegneten wir einer wanderden Zigeunertaverne, wo wir drei Tage Rast machten. Es hätten drei gemütliche und entspannende Tage werden können, wenn nicht ein seltsames Wesen sein unwesen getrieben hätte. Gesehen haben wir es nicht, da es unsichtbar war, doch hören konnten wir es und seine Kraft ließ es uns auch spüren. Solange man aber nicht aggressiv war, verhielt es sich weitestgehend passiv. Die Orks, welche hier in der Nähe gewesen waren, hatten weniger Glück und sind allesamt getötet und zerfetzt worden. Zur Unterhaltung und Ablenkung rief der Tavernenbesitzer ein Turnier aus, in welchem man ein Schwert gewinnen konnte. Auch ich nahm teil, doch war ich den anderen Streitern unterlegen. Die Schmach nagte an mir und ich verbrachte die restliche Zeit mit Training und Fechtübungen.
Da ich beim üben des Dolchkampfs eine Verletzung davon
getragen habe konnte ich nicht an allen Übungen teilnehmen. Aus irgendeinem
Grund wurden wir ständig von Schatten angegriffen. Später erfuhr ich, dass es
sich um die Untergebenen eines alten okostrischen Magiers handelte, die durch
ein geschwächtes Portal geschickt wurden. Eine Magierin, die in unserem Lager
war, verschloss das Portal am letzen Tag durch ein Blutritual.
Bevor das Portal verschlossen wurde hatte wir, die im
Lager geblieben waren Visionen, deren Kraft und Verlockung nur durch unser
Pflicht- und Ehrgefühl beim Anblick des Banners gebrochen wurde. Ich hatte eine
Vision, wie ich ich an der Spitze einer grossen Armee ritt und Schlachten
siegreich schlug. Die Männer in meiner Vision waren mir absolut ergeben und ich
hatte grosse Kräfte und Fähigkeiten. Doch wurde ich gewahr, dass meine
Gefolgsleute aus Untoten bestand! Ich selbst war Anführer einer Untotenarmee,
einer Armee, wie sie die Mark meines Vaters, meine Heimat überfallen und
vernichtet hat. Die Erkenntnis und die Erinnerung brach die Kraft der Vision,
doch blieben Zweifel und ein Gefühl der Bedrohung. Ich hoffe, dass ich mich
gegen diese Bedrohung erwehren kann, die wie ein Schatten am Rande des
Blickfeldes lauert.
Schon wieder eine Versuchung! Schon wieder Zweifel ob der
Richtigkeit meines Tuns. Erst der Alb vor knapp einem Jahr und nun diese Vision!
Der Nekromant, der nun die Mark in seinen Klauen hielt scheint an Macht zu
gewinnen.
Wir hatten auch ein paar Gäste, die sich die
Trainingsmethoden des Rabenbanners anschauen wollten. Da es sich um Gäste
handelte, die uns schon mal angeheuert hatten, wurden sie von uns mit grosser
Freundlichkeit bedient (wie es auch vom Profoss befohlen wurde)
(Punkte: +28).
Auf unserem Weg begegneten wir einer wanderden Zigeunertaverne, wo wir drei Tage Rast machten. Es hätten drei gemütliche und entspannende Tage werden können, wenn nicht ein seltsames Wesen sein unwesen getrieben hätte. Gesehen haben wir es nicht, da es unsichtbar war, doch hören konnten wir es und seine Kraft ließ es uns auch spüren. Solange man aber nicht aggressiv war, verhielt es sich weitestgehend passiv. Die Orks, welche hier in der Nähe gewesen waren, hatten weniger Glück und sind allesamt getötet und zerfetzt worden. Zur Unterhaltung und Ablenkung rief der Tavernenbesitzer ein Turnier aus, in welchem man ein Schwert gewinnen konnte. Auch ich nahm teil, doch war ich den anderen Streitern unterlegen. Die Schmach nagte an mir und ich verbrachte die restliche Zeit mit Training und Fechtübungen.
(Punkte: +21)
Nichts besonderes zu berichten.
(Punkte: +28)
Wieder in Scato und wieder bereit der Armee der Insadorer
zu trotzen. Dieses mal waren wir angereist, um den Ort Thalstein zurückzuerobern.
Das Rabenbanner trat diesen Marsch im Dienste des Pelethans an, einer
Abgesandtschaft des Scatoer Königs.
Der Marsch nach Thalstein verlief weitestgehend ohne
Zwischenfälle. Als wir in Thalstein ankamen, mussten wir noch die Insadorische
Besatzungsarmee schlagen, was uns auch gelang. Rasch wurden die insadorischen
Wimpel und Abzeichen entfernt und die Leichen verbrannt. Dann konnte man sich in
den Zelten einrichten. Am nächsten Tag wurden Befestigungen errichtet und die
Tore ausgebessert.
Ein Nordmann sprach mich im laufe des Tages an, ob ich
Sigmar von Reichenfels sei. Als ich dies bejahte und ich ihm als Beweis den
Siegelstein zeigte, fiel er auf die Knie und schwor mir Treue. Etwas verwirrt ob
dieses Ereignisses hieß ich ihn aufstehen und mir erklären, wer er ist. Es
stellte sich herraus, dass es sich um einen der reichenfelsischen Nordmänner
handelte und dass er mit weiteren ausgesandt wurde, mich zu suchen. Nachdem ich
ihn aus dem Dienste der scatoer Armee gelöst hatte, liess ich mir von den Zuständen
in Reichenfels berichten. Dies soll nun aber nicht hier niedergelegt werden.
Wie sich herazsstellte, wurden mehrer Götter-Geschwister
vom Gott der Insadorer in den Zwischenhöllen des Citrauls gefangen. Um diese zu
befreien, wurden mehrere Gruppen durch auftauchende Tore geschickt, um jeweils
einen Gott zu befreien. Ich schloss mich einer Gruppe an, die den Gott der Ehre
und des Kampfes befreien wollten. Trotz hohen Blutzolls und vieler Verwundungen
gelang es uns, den Gott aus dem Citraul zu befreien.
Doch konnte ein Gott nicht befreit werden und gegen Abend
öffnete sich ein gigantisches Tor, aus dem Insadorer strömten. Die Schlacht
wogte hin und her und als wir die Oberhand gewannen, kam ein Draco-Lich aus dem
Tor! Die Schlachtreihe brach und der Skelettdrache forderte so manches Leben.
Als wir erfuhren, dass er nur dann zu besiegen sei, wenn das Tor durch ein Opfer
verschlossen wird, stürmte Alric (ein Bannersmann) los und warf sich in das
Tor. In dem Augenblick wurde er zu Stein und steht nun auf ewig Wache im Tor.
Durch dieses selbstlose Opfer konnte der Drache am Ende besiegt werden.
Die Trauer um unseren Kameraden war vermischt mit Stolz
auf seine Tat. In der Begräbnis-Zeremonie wurde er von Lady Josefine, einer
scatoer Markgräfin, posthum zum Ritter geschlagen.
(Punkte +35)
Folgt noch...
(Punkte: +28)