Ringe fürs LARP selbstgemacht

oder auch

Ich war mal ein Knopf

 

Wenn man einen Charakter hat, der eigentlich eine Menge Geld (intime) hat und dem entsprechend einiges an Schmuck (Männer wie Frauen) haben müßte, steht man vor dem Problem, das echte Ringe ein Heidengeld kosten. Win einfacher Ring mit großem Halbedelstein kann schon locker an die 100 Euro kosten. Fürs LARP sind solche Ringe natürlich zu schade und wenn man einen verliert/vergisst ist gleich eine Menge Geld weg. Wenn dieser Ring dann von einem Dieb gediebt wird ist das Geschrei auch gleich groß, da es sich ja um einen ordentlichen OT-Betrag handelt.

Wie wäre es aber mit solchen Ringen:

Der Unterschied zu echten Ringen ist kaum sichtbar und der Kostenpunkt richtet sich nur nach dem Preis des verwendeten Knopfes. Ja, richtig gelesen, der obere Teil besteht aus einem Zierknopf aus dem Nähbedarf. Der Ring an sich besteht aus einem gebogenen Stück Alublech.

 

Jetzt aber zur Anleitung:

Zu erst muss der Rohling des Ringes geschnitten, entgratet und dann gebogen werden. Der Ring sollte dann nach dem biegen schon die richtige Größe haben, denn nachträgliches dran rumbiegen kann den Knopf abplatzen lassen. Die Kanten des Rohlings müssen sorgfältig entgratet und abgerundet werden. Dafür kommt das Schleifpapier oder eine feine Metallfeile (Schlüsselfeilen) zum Einsatz.

Der Rohling sollte ungefähr diese Form haben:

 

Wie man sieht ist der obere Teil gerade und nur die Seiten gebogen. Oben kommt dann der Knopf drauf.

Beispiele für schöne Knöpfe sind hier:

Von unten sehen sie dann so aus leider etwas unscharf:

Die Öse zum annähen muss man abschleifen oder umbiegen.

Die Knöpfe werden dann auf den Rohling geklebt und man hat einen fertigen Ring für weniger als 2-3 Euro. Wer es noch etwas schöner haben will kann die Ringe noch verzieren, in dem auf die Seiten des Ringes Silber oder Goldfolie aufklebt (Sekundenkleber), in die man mit einem Kugelschreiber oder ähnlichem Strukturen gedrückt hat. Könnte dann so aussehen:

Hatte man nicht das passende Material für den Ringrohling gefunden, kann man diesen noch lackieren, um z.B. einen Goldring aus Alublech zu machen.

 

Die Idee und die Ringe stammen von Dirk Hiltner (aka. Airom Drachenblut).

Webgestaltung und Beschreibung von Dennis Stirnberg.

 

Viel Spass beim nachbauen.