Gesichtsabdrücke benötigt man für den Bau von Maskenformen und für Maskenteile, welche direkt modelliert werden.
1. Teil die Formmaske
Material
Die Gipsbinden zurecht schneiden. Dabei etwa vier bis fünf verschieden Breiten schneiden (z.B. von Quadratisch bis 1cm breit). Ruhig 1-2 Rollen zerschneiden.
Die Person, von der ein Abdruck genommen werden soll, sollte sich möglichst gut rasieren und das Gesicht gut mit Melkfett einfetten. Bei Frauen sollte das rasieren entfallen können :). Besonders gut wird der Bereich der Augenbrauen und der Augen eingefettet, da man ja Wimpern und Augenbrauen nicht rasiert. Längere Haare mit einem Haarband oder mit viel Gel nach hinten streichen. Ab jetzt heißt es nach Möglichkeit keine Regungen mehr im Gesicht zu zeigen!

Die Gipsbinden anfeuchten und beginnen auf dem Gesicht aufzutragen. Die Binden nicht zu nass machen, sonst spült man den Gips aus den binden. Bei der ersten Lage besonders sorgfältig arbeiten, denn das ist nachher die Forminnenseite! Falten sollten auf jeden Fall vermieden werden. Wir haben auf der Stirn begonnen und uns nach unten vorgearbeitet. Für alle Bereiche, die besonders stark geformt sind (Augenhöhle, Nase, Mundpartie) die kleinen Stücke verwenden.
!!! Die Nasenlöcher unbedingt freihalten und im Augenbereich aufpassen, das man kein Gipswasser in die Augen drückt. !!!
Es ist darauf zu achten, das man vermeidet Teile des Kopfhaares einzugipsen!




Tja, ab da hatte leider die Kamera gestreikt und da ich die Augen schon zugegipst hatte konnte ich da nicht mehr helfen :)
Einen Teil des Halses sollte man mit abformen, damit man nachher besser sieht, wo der Hals ansetzt. Die Nasenpartie etwas stärker eingipsen, als den Rest. Die Gesamte Maske sollte am Ende etwa 3-4 Schichte Gipsbinden haben. Zügig arbeiten, denn auf ausgehärteten Binden haftet die nächste Lage nicht mehr gut. Auf jeden Fall dafür sorgen, das kein "Spassvogel" dabei ist, der es für lustig hält blöde Witze zu machen, solange die Person unter der Maske ist. Die Maske etwa 10 bis 15 Minuten aushärten lassen und dann abnehmen. Dies macht die Person, der das abgeformte Gesicht gehört am besten selber. Es hilft, wenn man durch die Nase ein und durch den Mund in die Maske ausatmet. An den Wimpern und Brauen kann es passieren, das man ein oder zwei Haare trotz einfetten einbüßt. Wenn der Gipser ordentlich gearbeitet hat wird die Maske fast von selbst abfallen, wenn man sich vorbeugt.
Die Maske dann auf den Spiegel/Metallplatte legen und die Ränder Maske so mit Gipsbinden verlängern, dass sie bündig abschließt. Das Ergebnis sollte dann in etwa so aussehen:


2. Teil Gesichtsabdruck gießen
Material
Melkfett
2 Pinsel
Gießmasse (z.B. Reliefgiessmasse o.ä. einen 5 kg Sack braucht ihr schon)
Kiste mit Sand
Wasserwaage
Anrührbottich
Holzstab zum rühren
Die Maske mindestens einen Tag aushärten lassen. Dann die Maske innen sorgfältig mit einem Pinsel und Melkfett einfetten. Alle Hinterschneidungen an den verlängerten Rändern mit Melkfett füllen, damit die Gießmasse dort nicht hinterläuft. Wer die Oberfläche des Abgusses ganz glatt haben möchte, kann die Maske kurz abflämmen, dabei aber aufpassen, Melkfett brennt! Die so vobereitete Maske mit der Aussenseite nach unten in die Sandkiste stellen und mit der Wasserwaage ausrichten.


Die Gießmasse nach Anleitung anrühren, für ein Gesicht werdet ihr etwa 2,5 bis 3 kg des Pulvers benötigen. Beim anrühren zügig rühren, ohne Blasen einzuschlagen. Am besten hilft eine zweite Person, die das Pulver in den Anrührbottich schüttet, während einer rührt. Die Verarbeitungszeit der Masse ist etwa 15 bis 20 Minuten, also muss man zügig vorgehen. Ist die Masse angerührt die Form in einem Zug befüllen. Mit einem zweiten Pinsel die Masse durchrühren und dabei die Form innen bestreichen, um Luftblasen auszutreiben.



Durch das große Volumen der Maske wird es etwa einen Tag dauern, bis sie ausgehärtet ist. Dann die Form von eurem Guss lösen. Nach auslösen des Abgusses diesen noch 1-2 Tage trocknen lassen und dann mit Seifenwasser und eine Nagelbürste vom Fett befreien. Damit haltet ihr euren Gesichtsabdruck in den Händen. Den Abdruck vor Benutzung als Urform für den Maskenbau oder den Bartbau noch eine Woche an einem warmen und trockenen Ort nachtrocknen lassen.
